Projektaufgabe

Vom Parterre bis zum dritten Stock sollen auf den Verbindungswegen der Tagesstätte künstlerische oder gestalterische Interventionen entstehen. Gesucht wurden drei temporäre Interventionen, die jeweils auf ein Jahr befristet sind. Die Art und die Materialisierung sind frei. Die Interventionen sollen die Attraktivität des Ortes steigern und zum Verweilen einladen. Mit den künstlerischen Interventionen werden die Verbindungswege der Tagesstätte zum Begegnungsort. Die Interventionen bereichern Menschen innerhalb und ausserhalb der Stiftung. Die Verbindungswege der Tagesstätte werden damit auch zum Erholungsraum.

 

Während der Projektphase soll mit verschiedenen Aktivitäten auf die Interventionen aufmerksam gemacht werden. Erwartet wird bei der Entwicklung und Realisation ein Miteinbezug sowie ein Mitwirken der Klientel, des Personals und externer Personen oder Gruppen.

Projektausschreibung

Die Stiftung Weidli Stans schrieb 2019 einen Wettbewerb für künstlerische Interventionen in ihrer Tagesstätte aus. Der Wettbewerb richtete sich an Kulturschaffende im Bereich bildende Kunst, Musik, Architektur, Gestaltung und Theater.

 

Gesucht wurden in einem zweistufigen Projektwettbewerb drei künstlerische Interventionen, die zeitlich jeweils auf ein Jahr begrenzt sind. Speziell an diesen Projekten ist der Einbezug und die Mitarbeit von Menschen mit Beeinträchtigung, dem Fachpersonal aber auch von externen Personen und Gruppen.

 

Teilnahmeberchtigt waren Personen, die ihren Wohnsitz oder ihren Arbeitsplatz in der Schweiz haben. Ebenso waren Teilnehmende mit Schweizer Bürgerrecht und Wohnsitz im Ausland zugelassen. Die Teilnehmenden konnten sich einzeln oder als Team bewerben. Die Bewerbungen für die Präqualifikation (Stufe 1) mussten bis Freitag, 29. November 2019 eingereicht werden.

 

Der Jury gehörten an Theo Zihlmann, Kulturkommission Kanton Nidwalden, die in Zürich lebende Obwaldner Künstlerin Judith Albert sowie als Vertreter der Stiftung Weidli Stans Klaus Keller, Leiter Tagesstätte, Christoph Stählin, Angestellter und Thomas Hochreutener, Vizepräsident des Stiftungsrates.

Juryentscheid

Die Jury erhielt im November 2019 48 Bewerbungen auf die Ausschreibung des Kulturprojekts. Daraus wurden acht Künstlerinnen und Künstler zur Entwicklung einer Intervention ausgewählt.

 

Nach einem coronabedingten Unterbruch entschied sich die Jury im September 2020 in einer sorgfältigen Evaluation für drei sehr unterschiedliche Kulturprojekte. Von zentraler Bedeutung war für die Jury die Mitwirkung der Menschen mit Beeinträchtigungen. Sie hatte die Qual der Wahl, denn alle eingereichten Ideen waren spannend und hätten eine Realisation verdient.

 

Ihr vorgestelltes Projekt verwirklichen können das Künstler-Duo Christine Bänninger und Peti Wiskemann aus Zürich (Realisation 2021), die vier Innerschweizer Künstlerinnen Helen Bösch, Anna Gallati, Katrin Wüthrich und Karin Schulthess (Realisation 2022) sowie der Nidwaldner Künstler Adrian Gander (Realisation 2023).

Künstlerische Intervention 2021

Für das Jahr 2021 wählte die Jury das Kulturprojekt «wilder wald» von Christine Bänninger und Peti Wiskemann aus. Sie gestalten auf den Verbindungswegen der Tagesstätte zusammen mit den Klientinnen und Klienten eine Installation aus Recycling-Material.

 

Die Projektidee des Künstlerpaars ist die Schaffung von Verbindungen zwischen Menschen durch ein gemeinsames Kunstprojekt im Hier und Jetzt. Leichtigkeit und Tiefe, Freude und Lust am Spielen sollen im Vordergrund stehen.

 

Für alle Beteiligten im Weidli wird das Projekt zu einem Akt des ‚Learning by doing‘. Erst mit der Zeit werden die Dimensionen und die Art des Schaffens am Projekt sowie die physischen Ausdehnungen des Projektes selber sichtbar. Die tatsächliche Unvorhersehbarkeit des Projektes erhält mit der nahen künstlerischen Begleitung durch Christine Bänninger und Peti Wiskemann einen klaren Rahmen.

 

Ab Februar ist das Künstlerpaar jeden Monat für drei Tage in der Stiftung Weidli. Hand in Hand mit den Klientinnen und Klienten und dem Personal wird an «wilder wald» gearbeitet. Wenn es die Situation erlaubt, sind auch externe Gruppen willkommen. Altkarton in allen Grössen und Formen wird bemalt, in Stücke geschnitten und installiert. So entsteht nach und nach ein dichtes Flechtwerk, das sich über alle vier Stockwerke der Tagesstätte ausbreitet.

 

  

Christine Bänninger und Peti Wiskemann

www.baenningerwiskemann.ch

 

Fotogalerie

Fotos folgen

Spenden/Sponsoring

Für die Realisierung des gesamten Projektes für drei Jahre sind wir auf Spenden oder ein Sponsoring angewiesen.

Die Hälfte der Kosten können aus dem stiftungseigenen Spendefonds finanziert werden.

 

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Für nähere Auskünfte oder eine persönliche Projektvorstelllung und die

Finanzierungsmöglichkeiten wenden Sie sich bitte an:

 

Leiterin Finanzen

Nicole Giger

 

Tel. 041 618 78 70

nicole.giger(a)weidli-stans.ch

 

Spenden an die Stiftung Weidli Stans können gemäss den kantonalen Richtlinien als freiwillige Zuwendung in der

Steuererklärung abgezogen werden.

 

Postkonto 60-29659-5, IBAN CH96 0900 0000 6002 9659 5

(Vermerk: Kulturprojekt)

 

TWINT:

 

 

Kontakt

Leiter Tagesstätte

Klaus Keller

 

Tel. 041 618 78 20

klaus.keller(a)weidli-stans.ch