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Blog Nr. 3

Mitte April machte der Workshop «wilderwald» auch bei uns im Bereich Arbeit in der Werkstätte halt. Während zwei Tagen kamen die Teilnehmer/innen in den Genuss ihre künstlerischen Fähigkeiten frei auszuleben und zu verwirklichen. 

Im Vorfeld wurde bereits in der Werkstätte eifrig Altkarton gesammelt. Bis zum Beginn des Workshops und effektiven Gebrauch wurde der Altkarton mit Brandschutzmittel eingesprüht. Das besprühen des Brandschutzmittels dient zur Sicherheit. Vielen Dank dem Team, welches tatkräftig die Vorbereitung ausgeführt hat.

Nachdem sich die Teilnehmer/-innen mit dem Künstlerpaar vertraut gemacht haben, tasteten sie sich mit voller Freude an das Projekt heran. Fleissig und voller Elan zeigten die Mitarbeiter/-innen ihr Können. Es wurde eifrig gepinselt und bemalt. Je länger und intensiver "gekünstlert" wurde, desto dynamischer entstand von einem Recyclingprodukt, ein farbenreicher  «wilderwald». Es fanden tolle Gespräche und herzhafte Begegnungen untereinander statt, die die Gruppendynamik stärkten.

Zeitgleich zum Kunstprojekt gab es eine Fotosafari, die den Verlauf des Workshops digital festhielt.

Auch da konnten sich Mitarbeiter/-innen freiwillig melden. Sie konnten ihre fotographischen Fähigkeiten zur Mithilfe des Fotografen Edi Ettlin unter Beweis zu stellen. Es entstanden tolle Schnappschüsse, welche uns noch lange in Erinnerungen bleiben werden.

Mit dem Kunstprojekt  «wilderwald» wird innerhalb der Stiftung Weidli ein neues Miteinander geschaffen.

Wenn sonst die einzelnen Bereiche (WOH, TAG + Bereich Arbeit) ihr Augenmerk auf ihre Hauptaufgaben richten, entstehen im «wilderwald» neue Verbindungszweige und ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Es hat sich eine Einheit gebildet, welche über die einzelnen Bereiche hinaus verbindet.

Alles in allem, so darf dies erwähnt werden, war es ein super toller Workshop für alle Teilnehmer/innen.

Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten. Einen speziellen Dank geht aber an das Künstlerpaar.

 

Roland Doggwiler, Bereich Arbeit Abteilung C

Blog Nr. 2

Der «wildewald» wächst und wächst!
Begegnungen auf Augenhöhe

 

Nach den ersten sieben Aktionstagen im Weidli haben wir schon viel erlebt – und wir sind im «wilderwald» angekommen!

Wir sind inspiriert und berührt vom Spirit im Haus und von der positiven Haltung dem Menschen gegenüber.

Während unseren Arbeitstagen im März 2021 zeichnen und malen, schneiden und postitchen wir an einem grossen Tisch im 2. Stock der Tagesstätte Altkarton-Streifen für die temporäre Installation. Es freut uns, dass Klienten/-innen und Mitarbeiter/-innen sich zu uns an den Tisch setzen und mitarbeiten. Die Zusammenarbeit findet auf Augenhöhe statt.

Wir alle arbeiten spontan im Moment. Was entsteht ist individuell und gleichwertig. Alle werden zu Künstlerinnen und Künstlern und somit Teil vom «wilderwald»! Es entstehen auch viele spontane Gespräche und Begegnungen. Wir sehen und hören vieles aus einer uns wenig bekannten Welt.

Zwischen unseren ersten Arbeitstagen Ende Februar und jetzt, Mitte März 2021, wurde in den Ateliers weitergemalt. Die Überraschung war gross bei unserer Rückkehr: So viele Kunstwerke auf Altkarton lagen für den «wilderwald» bereit! Wir konnten die neuen Werke gleich in lange farbige Streifen verarbeiten.

Die zusammengetackerten Bänder haben wir danach im Rampenraum mit Hilfe vom technischen Dienst installiert. Wir verbinden die farbigen Bänder in der Installation zu einem wilden, hängenden Geflecht.

Durch die vielen Beiträge von verschiedensten Menschen hat der junge Wald beträchtlich an Wildheit, Grösse und Intensität gewonnen!

So wächst der «wilderwald» seit Ende Februar und am 12. März zum offiziellen Projektstart konnte man schon ein kleines Wäldchen sehen.

Der Kurzfilm von Antonia Matter zur virtuellen Vernissage auf Youtube und die bereits entstandenen Fotos von Edi Ettlin sind sehr schön geworden! Die Vernissage haben wir zusammen mit Klaus Keller und der Gruppe vom Atelier 2 der Tagesstätte angeschaut. Die verschiedenen Medienechos sind toll! Wir haben viele positive Feedbacks für das Kunstprojekt erhalten. Das gibt uns viel Power fürs ganze Jahr!

Wir können wirklich sagen, unser Projekt ist gut in Fahrt gekommen - und der «wilderwald» wächst und wächst!

 

18. März 2021 / Christine Bänninger und Peti Wiskemann

Blog Nr. 1

Ende Februar haben Christine Bänninger und Peti Wiskemann den ersten Workshop bei uns mit Fachpersonen und Klientinnen und Klienten durchgeführt. Sie erlebten von allen Beteiligten eine grosse Offenheit und Mitmachbereitschaft.

 

Coronabedingt arbeiteten sie nur in Kleingruppen. Immer wieder wurden die Zwischenergebnisse von neugierigen Klientinnen und Klienten begutachtet und kommentiert.

 

Dank der grossartigen Mithilfe von Peter Barmettler, Leiter Technischer Dienst, wurden bereits erste Bänder der Kunstinstallation fachgerecht montiert. Der «wilderwald» beginnt zu wachsen!

Virtuelle Vernissage

Virtuelle Vernissage vom 12. März 2021

Das Kulturprojekt Weidli ist erfolgreich gestartet. Das Künstlerduo Christine Bänninger und Peti Wiskemann haben ihre erste Kunstaktion durchgeführt.

 

Auf Youtube.com sehen Sie das Resultat des wachsenden Waldes, welcher an der virtuellen Vernissage vom

Freitag 12. März 2021 eröffnet wurde .

 

Wenn Sie diesen QR-Code einscannen, werden Sie direkt auf den Youtube-Kanal des Weidli verlinkt.

Projektaufgabe

Vom Parterre bis zum dritten Stock sollen auf den Verbindungswegen der Tagesstätte künstlerische oder gestalterische Interventionen entstehen. Gesucht wurden drei temporäre Interventionen, die jeweils auf ein Jahr befristet sind. Die Art und die Materialisierung sind frei. Die Interventionen sollen die Attraktivität des Ortes steigern und zum Verweilen einladen. Mit den künstlerischen Interventionen werden die Verbindungswege der Tagesstätte zum Begegnungsort. Die Interventionen bereichern Menschen innerhalb und ausserhalb der Stiftung. Die Verbindungswege der Tagesstätte werden damit auch zum Erholungsraum.

 

Während der Projektphase soll mit verschiedenen Aktivitäten auf die Interventionen aufmerksam gemacht werden. Erwartet wird bei der Entwicklung und Realisation ein Miteinbezug sowie ein Mitwirken der Klientel, des Personals und externer Personen oder Gruppen.

Projektausschreibung

Wir schrieben 2019 einen Wettbewerb für künstlerische Interventionen in der Tagesstätte aus. Der Wettbewerb richtete sich an Kulturschaffende im Bereich bildende Kunst, Musik, Architektur, Gestaltung und Theater.

 

Gesucht wurden in einem zweistufigen Projektwettbewerb drei künstlerische Interventionen, die zeitlich jeweils auf ein Jahr begrenzt sind. Speziell an diesen Projekten ist der Einbezug und die Mitarbeit von Menschen mit Beeinträchtigung, dem Fachpersonal aber auch von externen Personen und Gruppen.

 

Teilnahmeberchtigt waren Personen, die ihren Wohnsitz oder ihren Arbeitsplatz in der Schweiz haben. Ebenso waren Teilnehmende mit Schweizer Bürgerrecht und Wohnsitz im Ausland zugelassen. Die Teilnehmenden konnten sich einzeln oder als Team bewerben. Die Bewerbungen für die Präqualifikation (Stufe 1) mussten bis Freitag, 29. November 2019 eingereicht werden.

 

Der Jury gehörten an Theo Zihlmann, Kulturkommission Kanton Nidwalden, die in Zürich lebende Obwaldner Künstlerin Judith Albert sowie als Vertreter der Stiftung Weidli Stans Klaus Keller, Leiter Tagesstätte, Christoph Stählin, Angestellter und Thomas Hochreutener, Vizepräsident des Stiftungsrates.

Juryentscheid

Die Jury erhielt im November 2019 48 Bewerbungen auf die Ausschreibung des Kulturprojekts. Daraus wurden acht Künstlerinnen und Künstler zur Entwicklung einer Intervention ausgewählt.

 

Nach einem coronabedingten Unterbruch entschied sich die Jury im September 2020 in einer sorgfältigen Evaluation für drei sehr unterschiedliche Kulturprojekte. Von zentraler Bedeutung war für die Jury die Mitwirkung der Menschen mit Beeinträchtigungen. Sie hatte die Qual der Wahl, denn alle eingereichten Ideen waren spannend und hätten eine Realisation verdient.

 

Ihr vorgestelltes Projekt verwirklichen können das Künstler-Duo Christine Bänninger und Peti Wiskemann aus Zürich (Realisation 2021), die vier Innerschweizer Künstlerinnen Helen Bösch, Anna Gallati, Katrin Wüthrich und Karin Schulthess (Realisation 2022) sowie der Nidwaldner Künstler Adrian Gander (Realisation 2023).

Künstlerische Intervention 2021

Für das Jahr 2021 wählte die Jury das Kulturprojekt «wilderwald» von Christine Bänninger und Peti Wiskemann aus. Sie gestalten auf den Verbindungswegen der Tagesstätte zusammen mit den Klientinnen und Klienten eine Installation aus Recycling-Material.

 

Die Projektidee des Künstlerpaars ist die Schaffung von Verbindungen zwischen Menschen durch ein gemeinsames Kunstprojekt im Hier und Jetzt. Leichtigkeit und Tiefe, Freude und Lust am Spielen sollen im Vordergrund stehen.

 

Für alle Beteiligten im Weidli wird das Projekt zu einem Akt des ‚Learning by doing‘. Erst mit der Zeit werden die Dimensionen und die Art des Schaffens am Projekt sowie die physischen Ausdehnungen des Projektes selber sichtbar. Die tatsächliche Unvorhersehbarkeit des Projektes erhält mit der nahen künstlerischen Begleitung durch Christine Bänninger und Peti Wiskemann einen klaren Rahmen.

 

Ab Februar ist das Künstlerpaar jeden Monat für drei Tage in der Stiftung Weidli. Hand in Hand mit den Klientinnen und Klienten und dem Personal wird an «wilderwald» gearbeitet. Wenn es die Situation erlaubt, sind auch externe Gruppen willkommen. Altkarton in allen Grössen und Formen wird bemalt, in Stücke geschnitten und installiert. So entsteht nach und nach ein dichtes Flechtwerk, das sich über alle vier Stockwerke der Tagesstätte ausbreitet.

 

  

Christine Bänninger und Peti Wiskemann

www.baenningerwiskemann.ch

 

Fotogalerie

Fotos vom 14. und 15.04.2021

 

Fotos vom 12.03.2021

Fotos vom 03.03.2021

Spenden/Sponsoring

Für die Realisierung des gesamten Projektes für drei Jahre sind wir auf Spenden oder ein Sponsoring angewiesen.

Die Hälfte der Kosten können aus dem stiftungseigenen Spendefonds finanziert werden.

 

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Für nähere Auskünfte oder eine persönliche Projektvorstelllung und die

Finanzierungsmöglichkeiten wenden Sie sich bitte an:

 

Leiterin Finanzen

Nicole Giger

 

Tel. 041 618 78 70

nicole.giger(a)weidli-stans.ch

 

Spenden an die Stiftung Weidli Stans können gemäss den kantonalen Richtlinien als freiwillige Zuwendung in der

Steuererklärung abgezogen werden.

 

Postkonto 60-29659-5, IBAN CH96 0900 0000 6002 9659 5

(Vermerk: Kulturprojekt)

 

TWINT:

 

 

Kontakt

Leiter Tagesstätte

Klaus Keller

 

Tel. 041 618 78 20

klaus.keller(a)weidli-stans.ch